"Rajši 'mam, da stopi n'ter svinja ko krava"

Prehrambena kultura prebivalcev Ojstrice, Kozjega Vrha, GoriškegaVrha in Svetega Duha

Avtor(ji): Rapuc, Brigita
Jezik: slovenski
Vrsta gradiva: Besedilo
Leto: 1995
Založnik(i): Zgodovinsko društvo za Koroško, Ravne na Koroškem in Slovenj Gradec
Soavtor(ji): Marko Košan (gl. in odg. ur.), Wolfgang Zitta (prev.), Karla Zajc Berzelak (lekt.)


  • Podroben opis

    V prispevku objavljam skrajšano in izbrano vsebino diplomske naloge s polnim naslovom Prehrambena kultura prebivalcev zgornje Dravske doline na primeru Ojstrice, Svetega Duha, Goriškega in Kozjega Vrha nad Dravogradom...


  • Vsi metapodatki
    • dcterms:identifier http://hdl.handle.net/11686/9093
    • dcterms:title
      • "Rajši 'mam, da stopi n'ter svinja ko krava"
      • Prehrambena kultura prebivalcev Ojstrice, Kozjega Vrha, GoriškegaVrha in Svetega Duha
    • dcterms:alternative
      • "Lieber wär's mir, dass 'n Schwein zur Tür reinkommt als 'ne Kuh"
      • Die Ernährungskultur der Bewohner von Ojstrica, Kozji vrh, Goriški vrh und Sveti Duh
    • dcterms:creator
      • Brigita Rapuc
    • dcterms:subject
      • članki in razprave
      • prehrambena kultura
      • articles and studies
      • nutrition
    • dcterms:abstract
      • In dem Beitrag ist der gekurzte und ausgewahlte Inhalt der Diplomarbeit der Autorin an der Philosophischen Fakultat Ljubljana, Fachbereich Ethnologie, mit dem Titel "Die Ernahrungskultur der Bewohner des Oberen Drautals am Beispiel von Ojstrica, Sveti Duh. Goriški vrh und Kozji vrh bei Dravograd dargestelIt. Die Untersuchung umfafit den Zeitraum vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zum Ende der 80er Jahre. Das Bergland oberhalb von Dravograd ist 700 bis 1020 Meter hoch gelegen. Die Steilhange uber dem Drautal werden dort gemeinhin Kimperk genannt und die dortigen Bewohner (etwas geringschatzig) Kimperčani. Das Leben auf den verstreut liegenden Bergbauernh6fen ist archaisch und zuruckgezogen und hat als solches die traditionelIe Volkskultur, auch die Ernahrungskultur, bewahrt. Die Kuche (diese war 62 "RAJŠI 'MAM, DA N'TER STOPI SVINJA KO KRAVA" noch bis in die 30er Jahre eine fypische Karntner Rauchkuche) ist der zentrale Raum im Haus dieser Menschen. In ihr wird nicht nur gekocht und gegessen, sie dient vielmehr dem geselligen Beisammensein. Die schweren Lebensbedingungen machten diese Bauern zu sorgsamen und sparsamen Menschen. Die Abgeschnittenheit des Ortes, die schwerere Zuganglichkeit und die SubsistenzwirtschaJt bedingten, daj3 mit der Nahrung bescheiden, nicht verschwenderisch, umgegangen wurde. Dennoch empfanden sie keinen Mangel, sie wuj3ten sich ihre Vorrate einzuteilen. Ihr Verhalten, auch im Hinblick auf die Ernahrung, stand haufig unter dem Einjluj3 von Aberglauben und Volksglauben. AlIgemein verbreitet waren Ansichten und Merkspruche uber Zubereitung, Art und Weise des Verzehrs und spatere Verdauung. Der Titel des Beitrags ist der N6rgelei uber den Gersteneintopf entnommen: Besser schmeckte die Gerstengraupe mit Schweinejleisch als der Milchbrei. Einen Sonderplatz im gesamten Ernahrungszyklus nimmt die Hausschlachtung ein. An diesem Tag werden fypische Speisen gegessen, und anders ist auch die Anordnung der Mahlzeiten, die sich der Reihenfolge der Arbeiten bei der Hausschlachtung anpaj3t. An gew6hnlichen Tagen hing die Zusammenstellung der Speisen bei den einzelnen Mahlzeiten von der Jahreszeit ab. Eine bessere Nahrung wurde bei wichtigeren Feldarbeiten zubereitet. Die Autorin fachert auch die traditionellen Speisefolgen anlaj3lich zweier bedeutender Festtage des Lebenszyklus au!' zur Hochzeit und beim Totenmahl. Einen wichtigen Einjluj3 auf die Ernahrung ubte und ubt noch immer der Glaube aus. Die christliche Lehre beeinjluj3te vor al/em durch das Gebot der Fasttage und durch die mit den wichtigeren Festtagen des Kircherljahres verbundenen Brauche, die durch gute Kost gekennzeichnet waren: Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Fronleichnam, Allerheiligen. Die Ernahrung der hiesigen Bev61kerung entwickelte sich im allgemeinen von den uberwiegenden Mehlspeisen zu ausgesprochenen Fleischspeisen. Die abgeschmalzte und damit kalorienreiche Nahrung entsprach den ungunstigen Lebensverhaltnissen und der anstrengenden Arbeit. Die heutige Ernahrungsweise ist durch ubertriebenen Fleischgenuj3 und fettreiche Nahrung nachteilig. In dem Zeitraum, den der Beitrag behandelt, kann eine wechselseitige Abhangigkeit zwischen dem Fortschritt der wirtschaJtlichen Verhaltnisse und den Anderungen, Verbesserungen und Neuheiten in der Ernahrungskultur eines bestimmten, sozial und geographisch abgeschlossenen Umfeldes beobachtet werden.

    • dcterms:publisher
      • Zgodovinsko društvo za Koroško, Ravne na Koroškem in Slovenj Gradec
    • dcterms:contributor
      • Marko Košan (gl. in odg. ur.)
      • Wolfgang Zitta (prev.)
      • Karla Zajc Berzelak (lekt.)
    • dcterms:type
      • Text
    • dcterms:source
      • SISTORY:ID:9062
    • dcterms:language
      • slv
    • dcterms:isPartOf