Pomen dela dr. Sergija Vilfana za razvoj arhivov in arhivistike

Avtor(ji): Žontar, Jože
Jezik: slovenski / nemški
Vrsta gradiva: Besedilo
Leto: 2007
Založnik(i): Zgodovinski arhiv Ljubljana, Ljubljana
Soavtor(ji): Nataša Budna Kodrič (ur.), Tatjana Šenk (ur.), Magda Lojk (lekt.), Doris Debenjak (nem. prev. ), mag. Niko Hudelja (nem. prev.), Katarina Kambič (ang. prev.), Martin Cregeen (ang. prev.), Tatjana Rodošek (foto.)
Zbirka: Gradivo in razprave : 30


  • Podroben opis
    Velika zasluga dr. Vilfana pa ni le ta, da je postal Mestni arhiv ljubljanski ugledna ustanova, marveč ima neprecenljive zasluge tudi za razvoj arhivske dejavnosti v Sloveniji in v vsej tedanji državi nasploh. Sam je zapisal, da je preizkušal, preučeval in uvajal nove delovne metode ter s svojimi dosežki v slovenskem pa tudi jugoslovanskem okviru opravljal pionirske naloge v svoji stroki. Pri tem je bilo značilno zanj prav to, da je v marsičem skušal najti prav izvirne rešitve. Nič manjša pa ni njegova zasluga, da je arhivska veda pri nas stopila v stik z evropskim razvojem in da se je izoblikovala kot stroka, postavljena na sodobnih temeljih.

  • Vsi metapodatki
    • dcterms:identifier http://hdl.handle.net/11686/41383
    • dcterms:title
      • Pomen dela dr. Sergija Vilfana za razvoj arhivov in arhivistike
    • dcterms:alternative
      • Die Bedeutung der Arbeit von Dr. Sergij Vilfan für die Entwicklung von Archiven und Archivkunde
    • dcterms:creator
      • Jože Žontar
    • dcterms:description
      • Nachdem Dr. Sergij Vilfan am 1. Dezember 1950 die Leitung des Stadtarchivs Ljubljana übernommen hatte, bezog dieses nach drei Jahren wieder die Räumlichkeiten des Ljubljanaer Magistrats. Dem Sanierungs- und Rekonstruktionsprogramm des Magistrats entsprechend wurde das linke Nebengebäude dem Archiv gewidmet, den Hauptanteil der das Archiv betreffenden Bauarbeiten forderte der Umbau des Hoftrakts zu Archivmagazin. Dr. Vilfan war überhaupt stark engagiert bei den Bauarbeiten am Magistrat, sorgte er doch bis März 1961 für die gesamte Abwicklung der Verwaltungsgeschäfte bei Sanierungs- und Rekonstruktionssarbeiten. Im Rahmen der Möglichkeiten und mit großem Geschick sorgte er für eine moderne Einrichtung für die Archivmagazine und -laboratorien. Das Stadtarchiv konnte sich dessen rühmen, damals das modernste Archivdepot im Staat zu besitzen. Viel Aufmerksamkeit schenkte Dr. Vilfan auch der Arbeitsorganisation im Archiv. Die Situation der Archive und Archivare im Staat beschrieb er eingehend auf der Versammlung des Verbands der Archivarbeitervereine Jugoslawiens (Zveza društev arhivskih delavcev Jugoslavije) in Ohrid im Mai 1958. Noch heute haben seine Feststellungen über die wissenschaftliche Arbeit in den Archiven nichts von ihrer Aktualität verloren, die er später sehr umsichtig in der Publikation Arhivi v Sloveniji (Die Archive in Slowenien) dargelegt hat. Durch die Übertragung der Gründerrechte vom Stadt- auf den Bezirksvolksausschuss Ljubljana im Jahr 1955 verlor das Stadtarchiv Ljubljana die bisherige territoriale Verwaltungsbasis. Da das veraltete Archivgesetz mit der neuen Regelung der Volksausschüsse nicht abgestimmt war, wurde sein Status unklar. Vom Wunsch getragen, auch in Slowenien bessere Perspektiven für den Archivdienst zu schaffen, arbeitete Dr. Vilfan bereitwillig bei der Vorbereitung des Entwurfs eines neuen Archivgesetzes mit dem Sekretariat des Bundesvollzugsrats für Bildung und Kultur zusammen. Außerdem wurde er vom Staatssekretariat für äußere Angelegenheiten zu den Vorbereitungen auf die Wiederaufnahme von Archivverhandlungen mit Österlich hinzugezogen. Infolge des veränderten Finanzierungssystems bei Kultureinrichtungen geriet das Stadtarchiv Ljubljana nach 1962 in eine schwierige Finanzsituation, die sich nach der Annahme des Republikgesetzes über Archivgut und Archive (1966) durch die Übernahme von Aufträgen aufgrund der mit Gemeinden abgeschlossenen Verträge teilweise zu verbessern begann. Auch bei der Vorbereitung und Formulierung des Entwurfs des Republikgesetzes über Archivgut und Archive (1966) leistete Dr. Vilfan die Hauptarbeit, dann auch bei den Durchführungsvorschriften, bei der Anweisung zur Ausübungsart des materiellen Schutzes von Archiv- und Registraturgut (1969) sowie bei der Anweisung zur Aussonderung von Archivgut aus dem Registraturgut (1970) (davor noch bei den Bundesgrundsätzen über die Aussonderung von Archivgut aus dem Registraturgut, 1968). Auch Fachfragen widmete Dr. Vilfan große Aufmerksamkeit. Bereits im Jahr 1955 bereitete er ein Elaborat vor mit dem Titel: Inventarisierung: Grundbegriffe und Terminologie. Im darauffolgenden Jahr weckte er das Interesse jugoslawischer Fachkreise durch den Beitrag: Die Dezimalklassifikation in der Archivkunde. Dann galt sein Interesse den Archivierungs sys temen in Registraturen (Pisarniško poslovanje in arhivska sluiba/Kanzleigeschäftsführung und Archivdienst, das Kapitel Registratura in arhiv/Registratur und Archiv im Handbuch für Archivangestellte arhivistike/Aus der Archivkunde, das Referat Tipologija upravnih registratur/ Die Typologie der Verwaltungsregistraturen). Parallel dazu interessierte er sich auch für die Aussonderung von Archivgut (Skartiranje/Skartierung — anlässlich eines Referats von J. H. Collingridge auf dem Dritten Internationalen Archivkongress in Florenz). Seine umfassenden Kenntnisse der Problematik der Archivarbeit, vor allem aber seine eigenen Erfahrungen, ermöglichten Dr. Vilfan auch eine Synthese der Archivkunde darzulegen, die im 1973 erschienenen Handbuch Arhivistika (Archivkunde) am vollständigsten zum Ausdruck kam. Dr Vilfan war in internationalen Archivkreisen wohl bekannt, in den Jahren 1969- 1972 war er auch Mitglied der Kommission des Internationalen Archivrats für Archivhilfe in Entwicklungsländern. Im Jahr 1972 begegnen wir ihm als Mitautor des Referats Archivfindmittel im Dienste der Wissenschaft beim Internationalen Archivkongress in Moskau. Im Reichtum des Ljubljanaer Archivguts sah Dr. Vilfan eine besondere Herausforderung für die Kultur- und Bildungsarbeit des Archivs, besonders für die Ausstellungstätigkeit. In den Jahren 1957-1961 verfügte das Stadtarchiv auch über einen besonderen Ausstellungssaal. Durch die Publikationen Arhivi, od pisarne do zakladnice Zgodovine (Archive, von der Kanzlei bis zur Schatzkammer der Geschichte, 1967) sowie Arhivi v Sloveniji (Die Archive in Slowenien, 1970) machte er sich darum verdient, dass die bis dahin wenig bekannte Rolle der Archive in der Öffentlichkeit an Bedeutung gewann. Seit längerer Zeit galt das Hauptaugenmerk Dr. Vilfans immer mehr der Rechtsund Wirtschaftsgeschichte. Am 1. Mai 1971 wurde er als ordentlicher Professor an die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Ljubljana berufen.
    • dcterms:publisher
      • Zgodovinski arhiv Ljubljana, Ljubljana
    • dcterms:isPartOf
      • Gradivo in razprave : 30
    • dcterms:contributor
      • Nataša Budna Kodrič (ur.)
      • Tatjana Šenk (ur.)
      • Magda Lojk (lekt.)
      • Doris Debenjak (nem. prev. )
      • mag. Niko Hudelja (nem. prev.)
      • Katarina Kambič (ang. prev.)
      • Martin Cregeen (ang. prev.)
      • Tatjana Rodošek (foto.)
    • dcterms:date
      • 2007-01-01
    • dcterms:type
      • Text
    • dcterms:source
      • SISTORY:ID:41383
    • dcterms:language
      • slv
      • deu
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